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Geschichtliches über die Trickfilmklasse Kassel.

Relaunch: Animationsklasse

Offiziell bestätigt: Die Trickfilmklasse heißt jetzt Animationsklasse!

Der Studienschwerpunkt „Animation“

Seit Oktober 2017 ist es offiziell: Der Studienschwerpunkt „Trick- und Animationsfilm“ wurde umbenannt in Studienschwerpunkt „Animation“. Dafür gibt es mehrere triftige Gründe. Die alte Bezeichnung ist im heutigen Sprachgebrauch unsinnig, weil zwischen Trickfilm und Animationsfilm kein Bedeutungsunterschied besteht. „Animation“ (ohne -film) ist zudem internationaler, umfassender und zeitgemäßer als „Trickfilm“.

Animation gibt es inzwischen in vielen anderen Erscheinungsformen als nur in Filmen. Es gibt interaktive Anwendungen, Websites, Games, VR-Experiences, Kommunikation im Raum. In der Ausstellung „ckollision“, die Mitte November 2017 von der Animationsklasse im Rahmen des Dokfests Kassel veranstaltet wurde, war kein einziger Trickfilm zu sehen – und doch war alles Animation.

( Quelle: http://www.kunsthochschulekassel.de/willkommen/news/der-studienschwerpunkt-animation.html )


http://www.kunsthochschulekassel.de/
http://www.trickfilmkassel.de/

Die Geschichte der Trickfilmklasse

Das Konzept


Im Zentrum der Lehre steht die individuelle künstlerische Entwicklung der Studenten.

Die Studenten arbeiten in Eigenverantwortung an eigenen und gemeinschaftlichen Animationsprojekten. Sie werden dabei von Prof. Thomas Meyer-Hermann und Prof. Martina Bramkamp individuell betreut. Neben kreativer und inhaltlicher Unterstützung wird auch der Trickfilm-Markt nicht aus den Augen gelassen.

Desweiteren werden jährlich internationale Trickfilmgrößen für einwöchige Workshops an die Kunsthochschule eingeladen: zum Beispiel der estnische Trickfilmregisseur Priit Pärn (2007) oder der britische Animator Phil Mulloy (2008).

Die Trickfilme aus Kassel überzeugen durch Inhalt und Ästhetik, sie laufen erfolgreich auf vielen internationalen Filmfestivals.

Chronik

1979 Gründung der Trickfilmklasse an der Kunsthochschule Kassel.
Professor: Jan Lenica (polnischer Trickfilmer und Plakatkünstler) Etwa 20 Studenten arbeiten an Trickfilmen, vor allem in Legetricktechnik.
1985 Jan Lenica verlässt die Kunsthochschule. Er wird abgelöst von Paul Driessen (niederländischer Zeichentrickfilmer, vorher Gastdozent)
1989 Die Studenten Christoph und Wolfgang Lauenstein gewinnen mit „Balance“ den „Oscar für den besten animierten Kurzfilm“.
1996 „The Quest“ von Thomas Stellmach und Tyron Montgomery wird mit einem „Oscar für den besten animierten Kurzfilm“ ausgezeichnet.
1999 Mit „Rendezvous“ von Peter Lemken entsteht der erste computeranimierte Film in Kassel. Er erhält den Murnau Kurzfilmpreis.
2000 Paul Driessen teilt sich die Trickfilm-Professur mit Thomas Meyer-Hermann (Regisseur, Produzent und Gründer von Studio FILM BILDER).
2005 Paul Driessen verlässt die Kunsthochschule.

Andreas Hykade (Trickfilmregisseur) lehrt gemeinsam mit Thomas Meyer-Hermann.

Unterstützt werden die Studenten und Professoren von den künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeitern Kazimierz Bendkowski und Philip Gutjahr.

2010 Andreas Hykade verlässt die Kunsthochschule

Martin Schmidt ist der neue künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter in Nachfolge von Philip Gutjahr. Kazimierz Bendkowski tritt den wohlverdienten Ruhestand an.

Prof. Martina Bramkamp tritt die Nachfolge von Andreas Hykade an

2011 Franka Sachse tritt ihre Stelle als Lehrkraft für besondere Aufgaben an.
2015 Dennis Stein-Schomburg tritt als Nachfolger von Martin Schmidt seine Stelle als künstlerischer Mitarbeiter an.