Archiv der Kategorie: 2011

Prädikat für HENKER von Baoying Bilgeri

Der Abschlussfilm „Henker“ von Baoying Bilgeri hat von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat „besonders wertvoll“ bekommen. In 3D Animation erzählt der rund 7-minütige Film die Geschichte eines Henkersohns, der den Beruf des Vaters ergreift und sich an seinem ersten Arbeitstag mit einer schweren Entscheidung konfrontiert sieht.

Die Filmbewertungsstelle bewertet Filme mit “besonders wertvoll”, die innerhalb ihrer Gattung bzw. ihres Genres besonders herausragen. Die Auszeichnung hat – auch in Kombination mit Festivalteilnahmen – eine finanzielle Förderung für neue Projekte zur Folge (FFA Referenzförderung).

Aus der Jurybegründung: „Mit einfachen, aber überzeugenden Mitteln der Animation wird in diesem Kurzfilm eine schöne und stimmige Atmosphäre erzielt. Mit ausgefeilter Dramaturgie erzählt der Film seine Geschichte, die Spannung erzeugt und zugleich emotional berührt. Eine Reflexion über Schuld und Unschuld und das ewi1ge Spiel um Ideale wie Gerechtigkeit und Ehrverständnis.“

Wir freuen uns und gratulieren zum Prädikat!

THE DAY I TURNED INTO A GHOST auf Tour

Das animierte Musikvideo „The day I turned into a ghost“ (Musik: The good morning diary) von Ines Christine Geisser und Kirsten Carina Geisser war im November auf zwei Festivals und gewann zudem den 3. Platz bei „Premierenwald“, einem Kurzfilmwettbewerb des Deutschen Filminstitut (DIF), der Kampagne „Wir sind Wald“ und ŠKODA AUTO Deutschland.

Bei der Preisverleihung am 05.11.2011 im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt wurde den Schwestern das Preisgeld von 1000 € und eine Traubeneiche überreicht. Der Film lief im November weiterhin bei den Flensburger Kurzfilmtagen vom 09.-12. november 2011) und beim 11. up-and-coming Int. Film Festival Hannover, das vom 24.-27. November 2011 stattfand.

Wir gratulieren und hoffen, dass die Traubeneiche ihren Platz im Hof der Trickfilmklasse findet!

https://vimeo.com/19409718

www.wir-sind-wald.de/
www.up-and-coming.de
www.flensburger-kurzfilmtage.de

DEUTSCHER NACHWUCHSFILMPREIS für Dennis Stein-Schomburg

Vor rund zwei Wochen gewann er den „Goldenen Herkules“ beim 28. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, jetzt wurde der Kurzfilm „Andersartig“ von Dennis Stein-Schomburg erneut ausgezeichnet. Beim 11. up-and-coming Int. Filmfestival in Hannover erhielt der Film den renommierten „Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2011“.

Der Preis wird bei dem im zweijährigen Turnus stattfindenden Festival „up-and-coming“ in Hannover in drei Altersklassen verliehen und beinhaltet neben einem Preisgeld eine zweijährige Produzenten-Patenschaft durch Profis aus der Filmbranche, welche die Preisträger bei einem neuen Projekt begleiten.

Dennis Stein-Schomburg, der seit 2007 an der Kunsthochschule Kassel studiert, fand den Stoff zu „Andersartig“ noch während der Schulzeit, als er bei einem Besuch mit seiner Klasse in der Psychiatrie die betagte Hildegard Wolgemuth kennenlernte, die im Krieg als Waisenkind als einzige einen Bombenangriff überlebte, weil sie nicht wie die anderen Kinder in den Luftschutzkeller ging. Inspiriert durch diese Geschichte entwickelte er „Andersartig“, in Anna Magdalena Becker aus Kassel fand er dabei eine großartige Sprecherin für seinen Film. Rund 9 Monate arbeitete Dennis Stein-Schomburg an „Andersartig“, es ist nach „Schattengewächs“ sein zweiter Animationsfilm.

Die Kasseler Kunsthochschule ist unter den Preisträgern in den letzten Jahren gut vertreten: Vor vier Jahren gewann Jan Riesenbeck, Student der Filmklasse, den Nachwuchsfilmpreis mit seinem Film „Kopfgeburtenkontrolle“. Im Jahr 2009 und in diesem Jahr ging eine „Lobende Erwähnung“ der Jury an Nico Sommer (2009 für „Stiller Frühling“, 2011 für „Schwarz Weiss Deutsch“), der in diesem Jahr in der Filmklasse der Kunsthochschule Abschluss gemacht hat.

Wir freuen uns über den Preis und gratulieren herzlich!

Link zum Film auf www.vimeo.com
http://vimeo.com/3168643

Website des Deutschen Nachwuchsfilmpreises
www.up-and-coming.de
www.stein-schomburg.de
Website von Nico Sommer

PUBLIKUMSPREIS für „Der Baron der Raben“

Mit seinem Erstlingswerk „Der Baron der Raben“ hat Django Aerport, Student der Trickfilmklasse, im vergangenen Monat bei der 45. Auflage des „Young Collection Wettbewerb als Forum junger Filme“ des Filmbüro Bremen e.V. den Publikumspreis gewonnen.

Aus diesem Anlass spricht der Filmemacher in einem Kurzinterview über seinen Film, seine Herkunft und seine Gefühlswelt.

Django, kannst du kurz beschreiben, worum es in „Der Baron der Raben“ geht, was dein Film im Wesentlichen erzählt?

Wie der Titel des Filmes bereits verrät, geht es in „Der Baron der Raben“ um einen Baron, der in der Abgeschiedenheit seines Schlosses ein Leben mit seinen Raben fristet. Um seiner Position als sanftmütiger und edler „Baron der Raben“ gerecht zu werden nimmt er größte Entbehrungen auf sich. Dann aber erfährt der Zuschauer Dinge, die das Weltbild des „Baron der Raben“ in seinen Grundfesten zu erschüttern drohen…Django, kannst du kurz beschreiben, worum es in „Der Baron der Raben“ geht, was dein Film im Wesentlichen erzählt?

Wir haben gehört, du hast adelige Vorfahren. Ist denn an diesem Gerücht ein Körnchen Wahrheit zu finden? Und falls ja, hat das Einfluss auf dein künstlerisches Schaffen?

Ja, es ist wahr. Man nimmt an, dass ich aus einem fernöstlichen Adelsgeschlecht entstamme. Die Krone auf meinem Kopf und die Juwelen in den unzähligen Schubladen meiner weitläufigen Gemächer lassen selbiges ebenso vermuten.
Bei „Der Baron der Raben“ nehme ich zu diesem autobiografischen Thema explizit Stellung. Das Ergebnis wird im Film „Der Baron der Raben“ klar und deutlich erklärt.

Man sagt ja, die Gunst des Publikums zu gewinnen, ist die große Kunst des Filmemachens. Wie hat es sich denn angefühlt, mit dem ersten Film gleich einen Publikumspreis zu gewinnen? Was ging in dir vor, als du den Preis in Bremen entgegennahmst?

Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut und war ebenso davon berührt. Schließlich zeigt die Reaktion des Publikums doch nur, dass uns das Thema von „Der Baron der Raben“ alle angeht oder zumindest bekannt ist und das, obwohl „Der Baron der Raben“ – abgeschieden vom Treiben der Welt – an einem Ort lebt den die meisten wohl nur, wenn überhaupt, vom „Hörensagen“ kennen dürften.

Django, wir danken dir für das Gespräch!


(Das Gespräch führten Lukas Thiele und Daniel von Bothmer. Bildnachweis: Filmbüro Bremen: http://www.filmbuero-bremen.de)

GOLDENER HERKULES für Dennis Stein-Schomburg

Mit seinem Film „Andersartig“ hat Dennis Stein-Schomburg beim 28. Dokumentarfilm- und Videofest Kassel (Dokfest) den mit 2500 Euro dotierten Preis „Goldener Herkules“ gewonnen. Der Film erzählt die Geschichte des Waisenmädchens Hildegard Wolgemuth, das im Zweiten Weltkrieg einen Bombenangriff nur dadurch überlebt, dass es „anders artig“ ist.

Freudestrahlend nahm Dennis Stein-Schomburg den Preis beim Finale des Dokfest entgegen. Es ist in diesem Jahr bereits die zweite Auszeichnung für den Film: im August gewann er bereits den „Haydauer Stein“ bei den Haydauer Filmtagen.

Aus der Jurybegründung:

Aus Mathebuchzahlen wird ein fliegender Fisch, aus Pusteblumen werden Bomber, dann Bomben und schließlich ein schreckliches Kriegserlebnis. Dennis Stein-Schomburg erzählt in Andersartig in bewegenden vier Minuten das Leben von Hildegard Wohlgemuth vor dem Krieg und im Krieg. (…) Die authentische Sprecherstimme der alten Frau und die beeindruckenden Bilder fügen sich zusammen zu einem kleinen und gleichzeitig großen Meisterwerk.“

Der „Goldene Schlüssel“ ging in diesem Jahr an „Work Hard-Play Hard“ von Carmen Losmann (Lobende Erwähnung: Půlnoc von Klára Tasovská). Den „Golden Cube“ für die beste Medieninstallation bei der Ausstellung Monitoring gewann Anu Penannen mit „Le ruine de regard“ (Lobende Erwähnung: „The Tenth Sentiment“ von Ryota Kuwakubo).

Der Hessische Rundfunk (hr) hat in seiner HR2 Kultur am 14.11. über den Preisträger berichtet (Link zur Sendung http://www.hr-online.de)

Website von Dennis Stein-Schomburg: www.stein-schomburg.de
Website des Dokfest Kassel: www.filmladen.de/dokfest

RED DOT AWARD für Kasseler Produktionen

Zwei in der Trickfilmklasse entstandene Produktionen haben beim unlängst verliehenen red dot award eine Auszeichnung erhalten. Der Award ist „ein weltweit anerkanntes Qualitätssiegel für ausgezeichnetes Design“ (www.red-dot.org) und zeichnet jährlich die besten Produktionen aus der Welt des Kommunikationsdesign und Produktdesign aus.

Dem an der Kunsthochschule Kassel enstandenen Spiel „Ulitsa Dimitrova“ alias „MIR – Street Children“ wurde einer der begehrten Punkte verliehen. Das Spiel wurde von Lea Schönfelder konzipiert und animiert (Programmierung: Gerard Delmas) und durch die Agentur Leo Burnett/Frankfurt eingereicht.

Das Onlinegame „Tourist Paradise“ (Characterdesign und Animation: Martin Schmidt, Kassel / Programmierung: Gerard Delmas, Kassel) gewann – ebenso eingereicht durch die Agentur Leo Burnett/Frankfurt – einen Award in der Kategorie „online world“.

Wir gratulieren!

www.red-dot.org

FESTIVALS und ERFOLGE

Auch im Sommer und Herbst waren und sind die Filme und Spiele der Trickfilmklassenstudenten in der Welt auf Festivals unterwegs. Und so manch ein Werk wurde dabei ausgezeichnet… Eine Auflistung


Andersartig von Dennis Stein-Schomburg gewann den Jurypreis der Haydauer Filmtage im August.

Im Herbst läuft der Film auf dem Kinofest Romania in Bukarest/Rumänien (28.-30. Oktober), dem Dokfest Kassel  (08.-13. November) sowie auf dem Filmfest Mainz (23.-27. November).


Keine Angst vor Anästhesie von Lea Schönfelder (Gruppenprojekt) lief auf den Haydauer Filmtagen im August, im September dann auf dem Contravision Festival in Berlin und dem International Scientific Film Festival in Szolnok/Ungarn.


Rosarot von Ines Christine Geißer und Kirsten Carina Geißer lief im Juli 2011 auf dem FEMINA-international womens festival in Rio de Janeiro, Brasilien


„The day i turned into a ghost“ von Ines Christine Geißer und Kirsten Carina Geißer läuft auf dem 26. unabhängigen FilmFest Osnabrück (12.-16.10.2011). Weiterhin auf dem 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar und Animationsfilm das vom 17.-23.10. 2011 stattfindet.

Im Juli 2011 war der Film im Wettbewerb des Festivals Animator 2011 im polnischen Poznan.


Der Baron der Raben von Daniel Frederik Caspar Hans Freiherr von Bothmer wird am 21.11.2011 beim „Young Collection – Kurzfilmwettbewerb als Forum junger Filme“ in Bremen gezeigt. Der Wettbewerb wird ausgerichtet vom Filmbüro Bremen e.V.

http://www.filmbuero-bremen.de/


Wer Wie Wasser“ (Lernspiel) ist für den Tommi Award 2011 nominiert worden. Die zum großen Teil in der Trickfilmklasse von Marcus Feist produzierte Interaktive Lernspiel-DVD setzt ihren Erfolgskurs weiter fort. Nach der Auszeichnung mit 6 von 6 Mäusen in der Zeitschrift Spielen und Lernen folgte die Nominierung für den diesjährigen Tommi Award. Neben Spielen von Disney und Nintendo darf sich die kleine Kasseler Produktion von „entwurfsraum“ nun vor einer Kinderjury behaupten.

http://www.kindersoftwarepreis.de/


Der Präzise Peter von Martin Schmidt gewann den „Prix du Public“ den  „Prix de la classe Jury“, die „Mention speciale du Jury professionnel“ auf dem Plein La Bobine Children’s Film Festival 2011 .

Weiterhin den Preis „Best International Film“ auf dem Canterbury Anifest 2011 und den „National Short Film Award“ auf dem „Schlingel Internationales Festival für Kinder und junges Publikum“ in Chemnitz.

Kasseler Filme im HESSISCHEN RUNDFUNK

In der Nacht vom 28. September zum 29. September um 0:00 Uhr werden im Hessischen Rundfunk (HR) in der Sendung „Frischfilm 2011“ Kurzfilme von Studenten hessischer Hochschulen gezeigt. Darunter sind auch mehrere Filme von Kasseler Trickfilm- und Filmstudenten, die in den letzten Semestern entstanden sind.

Aus der Trickfilmklasse laufen im Programm:

Stefan Vogt: „Zusammen“ (Serie)
Gruppenarbeit: „Undoubtedly Light“
Kun Jia: „Papa“
Federico Klotz: „The Talented Wilhelm Tell“
Florian Maubach: „Venedig“
Damian Harmata: „Stationen“

Aus der Filmklasse werden gezeigt:

Jonas Ungar: „Unter meinem Bett“
Georg Tasch: „Im Zimmer regnet es nie“

http://www.hr-online.de/

Prädikat BESONDERS WERTVOLL für Kasseler Abschlussfilme

In ihrer letzten Sitzung hat die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) zwei Abschlussfilmen von Studenten der Trickfilmklasse Kassel das Prädikat „Besonders wertvoll“ verliehen. Die ausgezeichneten Filme sind „Die Flaschenpost“ von Florian Grolig und „About Love, Hate and the other ones“ von Tobias Bilgeri. Letzterer ist zudem „Kurzfilm des Monats September“ auf der Website der Filmbewertung.

Die Filmbewertungsstelle bewertet Filme mit “besonders wertvoll”, die innerhalb ihrer Gattung bzw. ihres Genres besonders herausragen. Die Auszeichnung hat – auch in Kombination mit Festivalteilnahmen – eine finanzielle Förderung für neue Projekte zur Folge. Auf jeden Fall bedeutet sie aber eine große Auszeichnung für die Filme der Kasseler Studenten.

In ihrer Begründung erklärte die Jury Florian Groligs Film „Die Flaschenpost“ zu einem „dunklen Schauerstück, bei dem die Filmemacher genau den richtigen Ton gefunden haben, um Poes Erzählung gerecht zu werden„.

Bei „About Love, Hate and the other ones“, der aus 4 kurzen Episoden war die Jury „überrascht, wie nuanciert die Ausdrucksmöglichkeiten sind, die der Filmemacher mit seinen wenigen Grundelementen ausdrücken kann“.

Wir freuen uns über die Auszeichnung und gratulieren!


Die Flaschenpost


About love, hate and the other ones

„Die Flaschenpost“ nominiert für FIRST STEPS AWARDS

Ein junger Mann schwimmt auf stürmischer See, er ist kurz vorm Ertrinken. Zunächst scheint ein schwarzes Segelschiff die erhoffte Rettung zu bringen, doch an Bord beginnt der Gerettete zu begreifen, was das Ziel der Expedition ist. Und das Schiff folgt weiter unaufhaltsam seinem Kurs nach Süden. Das ist die Handlung des Abschlussfilms von Florian Grolig, der damit für den FIRST STEPS AWARD 2011 in der Kategorie Kurz- und Animationsfilme bis ca. 25 Minuten nominiert ist.

FIRST STEPS wurde vor über 10 Jahren als private Initiative der Filmbranche und Filmwirtschaft ins Leben gerufen und zeichnet jedes Jahr die besten Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen aus. Mit FIRST STEPS soll den jungen Filmemachern der Kontakt zur professionellen Filmbranche ermöglicht werden und mit der finanziellen Auszeichnung des Awards können neue Projekte finanziert werden.

Florian Grolig hat mit „Die Flaschenpost“ (engl. „MS Found In A Bottle“) im letzten Jahr seinen Abschluss in der Trickfilmklasse gemacht, derzeit arbeitet er beim Kasseler Gamestudio „Black Pants“ [http://www.tinyandbig.com/] an deren Spiel „Tiny&Big“. Der Film lief auf diversen Festivals, darunter DOK Leipzig, Animated Dreams Tallinn oder IKFF Hamburg. Auf dem Avanca Festival in Portugal erhielt der Film eine „Special Mention“ für den besten Animationsfilm.

Die Preisträger des FIRST STEPS AWARD werden am 23. August 2011 im Rahmen der Preisverleihung im Theater am Potsdamer Platz bekannt gegeben.

Mehr Informationen zum Award unter http://www.firststeps.de
Der Film auf VIMEO: http://vimeo.com/19708134
Website von Florian Grolig: www.panopticum.eu